Melvin Jones Progressive für Wolf J. Baun und Melvin Jones Fellow für Rolf Klein

Text + Foto: Dr. Niels Ellwanger
3. April 2018

Besondere Ehrung für das Golf-Team des Lions Club Essen-Ruhrtal

Auf der Mitgliederversammlung am 26. Februar ist unserem Club eine besonders erfreuliche Ehrung und Wertschätzung zuteilgeworden. District Governor Dr. Franz-Peter Kreutzkamp verlieh unserem Lions Freund Wolf J. Baun den Melvin Jones Fellow Progressive und unserem Lions Freund Rolf Klein den Melvin Jones Fellow.

Im Zusammenhang mit der Auszeichnung erinnerte DG Kreutzkamp noch einmal an das Benefiz-Golf-Turnier, welches unser Club im Juni 2017 ausgerichtet hatte. „Unter der Leitung der Lions Freunde Baun und Klein sowie mit der Unterstützung tatkräftiger weiterer aktiver Lions Freunde hätte der Club ein herausragendes Golf-Turnier ausgerichtet und in diesem Zusammenhang insgesamt über 200.000 EURO eingenommen, von denen mehr als 100.000 EURO bereits am Veranstaltungsabend für das Kinder Palliativ Netzwerk Essen und den Kinderschutzbund Ortsverein Essen, hier die Kindernotaufnahme Spatzennest verteilt wurden“.

In den 47 Jahren seines Bestehens konnte der Förderverein unseres Clubs durch den Erlös aus verschiedensten Veranstaltungen wie Benefiz-Konzerten, Golfturnieren, Weihnachtsbasaren, Eigenleistungen und weiteren Activities mehr als 1,9 Millionen Euro für gute und wohltätige Zwecke sozialen Einrichtungen, aber auch Privatmenschen zur Verfügung stellen.

LF Wolf J. Baun wurde für seine erfolgreiche Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz im Sinne des Lions Mottos „WE SERVE“, welches sich weit über die Ausrichtung der Golf Turniere des Clubs erstreckte, bereits 2008 mit dem Melvin Jones Fellow ausgezeichnet. In diesem Jahr erhielt er nun den Melvin Jones Progressive als erstes Mitglied in der Geschichte des Lions Club Essen Ruhrtal.

LF Klein, der gemeinsam mit LF Baun selbst bereits das vierte Golf Turnier ausgerichtet hat, wurde nun auch in den Club der Melvin Jones Fellows aufgenommen und erfährt damit die höchste Auszeichnung der Lions Club International Foundation.

Die anwesenden Mitglieder gratulierten den Ausgezeichneten mit großem Applaus. Die Geehrten bedankten sich für die Auszeichnung, die Anerkennung und Würdigung ihrer Arbeit und nehmen dies als Ansporn, weitere Activities folgen zu lassen.

Nachruf auf unseren Lions-Freund Gerhard Leppelmann

Kochen mit Flüchtlingen 2.0

Bericht und Fotos: Volker Brands
November 2017

Am Samstag, den 18.11.2017 trafen sich fünf Freunde vom Lions Club Essen-Ruhrtal am Flüchtlingsheim in der Karl-Meyer-Straße 42 in Essen-Karnap, um ein zweites Mal mit Flüchtlingen zu kochen. Wie beim ersten Mal war im Vorfeld über den organisierenden Zonta-Club Essen II abgestimmt worden, dass die Lions die Vorspeise und den Nachtisch und die Flüchtlinge die Hauptspeisen zubereiten. Die ambitionierten Hobbyköche Frank Karbenn und Uwe Albersmeyer hatten im Rahmen des letzten Dämmerschoppens im Club vorgeschlagen, als Vorspeise eine Kürbiscremesuppe mit Orangensaft und Ingwer zu kochen und Präsident Volker Brands hatte angeregt, die beim ersten gemeinsamen Kochen auf so positive Resonanz getroffene Nachspeise mit jahreszeitlich passenden Früchten zu wiederholen. Die Lionsfreunde Georg Kutschelis und Thomas Paduch freuten sich darauf, zum ersten Mal beim Kochen mit Flüchtlingen mitzuwirken.

 

 

 

 

 

 

 

Die Rahmenbedingungen des gemeinsamen Kochens hatten sich insofern geändert, als in der Einrichtung in der Karl-Meyer-Straße inzwischen nur noch alleinstehende Frauen oder solche mit Kindern untergebracht sind. Beim ersten gemeinsamen Kochen waren in der Einrichtung noch Familien untergebracht und die Frauen mit und ohne Kinder in der Flüchtlingsunterkunft in der Buschstraße, die aber inzwischen geschlossen wurde. Auf diese Veränderung waren die Lions vorbereitet. Überrascht wurden sie davon, dass aus den angekündigten Nigerianerinnen, mit denen gekocht werden sollte, eine bunte Mischung unterschiedlichster Nationalitäten wurde. Dem Vergnügen am gemeinsamen Vor- und Zubereiten der Speisen tat dies aber keinen Abbruch.

Mit der dolmetschenden Hilfe des Betreuers, Herrn Farhat, und mit den Englisch- und Französisch-Kenntnissen der Lionsfreunde war die Kommunikation mit den kochenden Frauen gut möglich. Eine Französisch sprechende Frau begab sich in einen intensiven Dialog mit dem Lionsfreund Georg Kutschelis, der der französischen Sprache mächtig ist und locker mit ihr parlieren konnte.

 

 

 

 

 

 

 

Während die Syrerinnen intensiv mit der Zubereitung der Hauptspeise beschäftigt waren, interessierte sich eine junge Frau aus Pakistan für die von den Lions gekochte Kürbissuppe. In dem Gespräch, das von beiden Seiten gut in Englisch geführt werden konnte, wurde die Frau in die Geheimnisse der Zubereitung einer Kürbissuppe eingeweiht. Umgekehrt erfuhren die Lions, dass sie in Pakistan studiert und einen Masterabschluss erworben hatte und nun in Deutschland an der VHS einen Deutschkurs besucht.

Während die Zubereitung der warmen Speisen in den letzten Zügen lag und die Nachspeise angerichtet wurde, kümmerte sich Lionsfreund Volker Brands um das Eindecken der Tische für das gemeinsame Essen. Dabei wurde er von der Tochter einer jungen Mutter aus Syrien unterstützt – wobei diese eine sehr konkrete Vorstellung davon hatte, wie der Tisch gedeckt werden sollte. Da sich diese Vorstellung nicht mit den Notwendigkeiten deckte, die das geplante „Menü“ erforderte, kam es zu einem mehrfachen Hin- und Herräumen von Bechern, Tellern, Schalen und Besteck. Zu guter Letzt konnten aber alle Teilnehmer an einer langen Tafel Platz nehmen. Am Essen nahmen auch mehrere afrikanische Frauen teil, die sich beim Kochen nicht beteiligt hatten.

Als Hauptspeise gab es im Ofen gegarte Hackfleischballen mit mediterranem Gemüse und Reis. Außerdem hatten die Frauen Hummus aus Auberginenmus und Sesamöl mit Granatapfel sowie aus Kichererbsenmus mit Sesamöl bereitet, das mit Fladenbrot gegessen werden konnte. Die gegenseitige Begeisterung für die jeweils „fremden“ Gerichte war groß. Jedenfalls blieben nach dem gemeinsamen Essen nur wenige Reste übrig.

Nach dem gemeinsamen Abwasch verabschiedeten sich die Lionsfreunde am frühen Nachmittag mit vielfältigen neuen Eindrücken von den Frauen und Kindern. In den Gesichtern der angetroffenen Flüchtlinge hatten die Lions diesmal deutlich weniger Leid gesehen als beim ersten Besuch. Bemerkenswert war, dass viele Frauen per Smartphone Kontakt zu Verwandten in der alten Heimat hielten. Die Tatsache, dass eine junge Frau aus Afrika mit schon recht passablen Deutschkenntnissen nach sieben Jahren in Deutschland immer noch in einer Aufnahmeeinrichtung lebt, hinterließ bei den Lions allerdings eine gewisse Ratlosigkeit. Durch die Abwesenheit von Männern – mit Ausnahme des Betreuers und der Lions-Freunde – hatte die Kochaktivität dieses Mal einen anderen Charakter als beim ersten Mal. Die Frage nach dem Aufenthaltsort der Männer blieb – ob aus Verständigungsgründen oder bewusst – unbeantwortet. Man mag daher spekulieren, ob manche Frau mit ihren Kindern nicht nur vor den Zuständen in ihrem Heimatland, sondern möglicherweise auch vor ihrem Mann nach Deutschland geflohen war.

 

Sprichwörtlich „Aus dem Rahmen gefallen“

Aus Anlass dieser großartigen Spende eine
Collage von Prof. Spie mit dem
Titel: „Sprichwörtlich aus dem Rahmen gefallen“

TOP-Magazin Ruhr

TOP-Magazin Ruhr, Herbstausgabe:

Rhein-Ruhr-Magazin 3/2017

Artikel: Rhein-Ruhr Magazin, 07/2017

Nachruf auf unseren Lions-Freund Dr. Manfred Enaux

NRZ vom 15.9.2017

Bericht: NRZ vom 15. September 2017,
Fotos: Stefan Arend

 

 

WAZ v. 25.8.2017

WAZ v. 25. August 2017
Foto: Socrates Tassos

Lion Juli/August 2017

Bericht aus: LION Juli/August 2017, Deutsche Ausgabe